RUNDGANG: DDR-ZEITZEUGEN TOUR
DDR-Zeitzeuge und Stasi-Opfer Karl-Heinz Richter


Unterwegs mit dem DDR-Zeitzeugen und Stasi-Opfer Karl-Heinz Richter

 

 

Lernen Sie bei der dem 2,5-stündigen Rundgang die bewegende Geschichte von Karl-Heinz Richter kennen.

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  • Führung in kleiner Gruppe (max. 15 Personen)
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  • Kehren Sie zusammen mit Karl-Heinz Richter an die Orte seiner Vergangenheit zurück
  • Lauschen Sie den spannenden Erzählungen über Alltag in der DDR und seine geplante Flucht
  • Erfahren Sie mehr über seine Haft im Stasi-Gefängnis Berlin und den Stasi-Verhörmethoden
Dauer2 Stunden 30 Minuten
Teilnehmermax. 15 Personen
SprachenDeutsch
Wichtige Informationen

Treffpunkt: vor der "Ständigen Vertretung" (StÄV), Schiffbauerdamm 8 (nahe Bahnhof Friedrichstraße)

Tourende: Invalidenfriedhof (nahe Berlin Hbf)

Zusätzliche InformationenAGBs (Stand 2021).pdf

Weitere Informationen


Nach dem Bau der Berliner Mauer versuchten zahlreiche DDR-Bürger die Flucht in den Westteil der Stadt. Mit dem „Moskau-Paris-Express“ – dem Zug in die Freiheit – beginnt im Januar 1964 eine der spektakulärsten und gefährlichsten DDR-Fluchtgeschichten.


DDR-Stadtführung durch Ost-Berlin

Karl-Heinz Richter wurde 1946 in Schwarzheide in Brandenburg geboren und wuchs zusammen mit seiner Familie in Ost-Berlin auf. Drei Jahre nach Bau der Mauer plante er die Flucht in den Westen und versuchte am Bahnhof Friedrichstraße auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Die Flucht missglückte und „Kalle“ Richter verbrachte einige Monate unter menschenunwürdigen Bedingungen in der Untersuchungshaft im Stasi-Gefängnis Berlin-Pankow.


DDR-Fluchtgeschichte aus erster Hand erfahren

Im Januar 1964 plante der Ostberliner Karl-Heinz Richter zusammen mit sieben Schulkameraden aus der DDR zu fliehen. Die Schüler betraten in einem Zeitraum von drei Wochen nacheinander das Gleisbett hinter dem Bahnhof „Friedrichstraße“ und sprangen aus einem Versteck auf einen anfahrenden Nachtzug, um von Ost- nach West-Berlin zu gelangen.

 

Karl-Heinz Richter stolperte jedoch und schaffte es nicht, den Zug zu erreichen. Seine Flucht misslang und er blieb zurück. Mit einem gebrochenem Arm und zwei gebrochenen Beinen schleppte er sich zurück in sein naheliegendes Elternhaus.


Stasi in Berlin

Eine Woche später wird der damals 17-Jähige „Kalle“ Richter von der Stasi festgenommen und in das Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Pankow gebracht. Es folgt ein 24-stündiges Verhör, ohne Unterbrechung, ohne medizinische Hilfe.

 

„Wegen versuchter Republikflucht“ wird Richter für ein halbes Jahr im Stasi-Gefängnis inhaftiert und erhält auch weiterhin keine medizinische Versorgung. Seine Knochen wachsen falsch zusammen. Nach seiner Entlassung müssen sie im Krankenhaus wieder gebrochen werden, 15 Operationen folgen.

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