Berlin: Zwei Modelle Stadt - Die Karl-Marx-Allee 1949-69
(3)

Wohnungsbau auf höchstem Niveau und eine der aufregendsten städtebaulichen Lösungen der 50er Jahre warten auf uns.

  • Städtebau
  • Wohnungsbau
  • DDR
Dauer2 Stunden 30 Minuten
TeilnehmerTour findet ab 5 Teilnehmer*Innen statt
SprachenDeutsch

Weitere Informationen

Der Stellenwert des Projektes der IBA im Hansaviertel erschließt sich erst vollständig im Hinblick auf die Parallelität zu dem repräsentativen Baugeschehen entlang der alten Großen Frankfurter Straße, 1949-61 Stalinallee, seitdem Karl-Marx-Allee, das in der Verantwortung des Magistrats von Groß-Berlin lag. Hier geriet der Wunsch, „Paläste für Arbeiter“ zum Schlachtruf, hygienisches, komfortables und soziales Wohnen für Alle in höchster handwerklicher Qualität ausgeführt. Der zweite Bauabschnitt korrigierte diese dem nationalen Wiederaufbaugeist gewidmete Ästhetik zugunsten einer strikten modernen, sich international verstehenden Industriebauweise. Die beteiligten Architekturkollektive erhielten nie den Heldenstatus wie ihre westlichen Kollegen, dennoch gehören die sehenswerten Arbeiten von Richard Paulick, Josef Kaiser oder Hermann Henselmann zum Erbe deutscher Architekturgeschichte.

Lassen Sie sich in diesem einzigartigen Wettbewerb ideologischer Positionen bspw. durch die „16 Grundsätze des Städtebaus“ nach sowjetischem Einfluss durch Friedrichshain führen, wie Sie auch in Tiergarten den antiurbanen Vorzügen der aufgelockerten, grünen, luftigen Stadt begegnen können. Die Mieter kamen und blieben, die Architekten schwärmen und das Kapital ist gefolgt. Die „zwei Seiten einer Medaille“ treten jetzt ein in die zweite Antragsphase zur Aufnahme in die Welterbeliste.

Besuchen Sie auch unsere Führung zum Hansaviertel: Anfang der fünfziger Jahre entschied der West-Berliner Senat das innerstädtische kriegszerstörte Hansaviertel nicht wiederaufzubauen. Statt dessen zum Messegelände bestimmt, bot dieses Viertel nun Platz für Beispiele modernen, das heißt auch sozialen Wohnungsbau. Das städtische Wohnen der Zukunft wurde per Wettbewerbsverfahren einer Auswahl von Ideen deutscher Architekten sowie den Entwürfen der renommiertesten Architekten der westlichen Welt überlassen. So trafen die Entwürfe von Le Corbusier, Oskar Niemeyer oder Alvar Aalto auf den eines Kollegen, mit dem sie schon in der Vorkriegszeit die gleichen Fragen diskutiert hatten, Walter Gropius. Er seinerseits traf hier auf Berliner Bekannte wie Wils Ebert, Egon Eiermann oder Wassili Luckhardt.

in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

3 Bewertungen
Gesamtbewertung
Preis/ Leistung
Spaßfaktor
:)
Gesamtbewertung
Preis/ Leistung
Spaßfaktor
Wir fanden es super, gerne wieder.
von Katrin Seidel am 12.08.2020
Ein schöner und interessanter Gang
Gesamtbewertung
Preis/ Leistung
Spaßfaktor
Unkompliziert in der Buchung der Tour mit einer kompetenten Führung. Wir freuen uns schon auf das Hansaviertel und bringen unseren Berlinbesuch mit. Prima und Danke!
von Gabriele Seiler-Warmuth am 26.07.2020
Informativ, spannender Spaziergang
Gesamtbewertung
Preis/ Leistung
Spaßfaktor
Allen baugeschichtlich Interessierten Menschen zu empfehlen.
von Daniel Gaenger am 08.07.2020
5/3
ab
21,00 €
Wunschtermin auswählen und Erlebnis buchen.

TripAdvisor Bewertung

9 Bewertungen