Berlin: Zwei Modelle Stadt - Das Hansaviertel 1957
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Interbau 1957 - eine Ausstellung der Superlative. Experimentell und innovativ, modern und in höchster Qualität entsteht hier ein Wohnviertel mit der Idee des Neuen Bauens.

  • Interbau
  • Neues Bauen
  • Hansaviertel
Dauer2 Stunden
TeilnehmerTour findet ab 5 Teilnehmer*Innen statt
SprachenDeutsch

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Anfang der fünfziger Jahre entschied der West-Berliner Senat das innerstädtische kriegszerstörte Hansaviertel nicht wiederaufzubauen. Statt dessen zum Messegelände bestimmt, bot dieses Viertel nun Platz für Beispiele modernen, das heißt auch sozialen Wohnungsbau. Das städtische Wohnen der Zukunft wurde per Wettbewerbsverfahren einer Auswahl von Ideen deutscher Architekten sowie den Entwürfen der renommiertesten Architekten der westlichen Welt überlassen. So trafen die Entwürfe von Le Corbusier, Oskar Niemeyer oder Alvar Aalto auf den eines Kollegen, mit dem sie schon in der Vorkriegszeit die gleichen Fragen diskutiert hatten, Walter Gropius. Er seinerseits traf hier auf Berliner Bekannte wie Wils Ebert, Egon Eiermann oder Wassili Luckhardt.

Besuchen Sie auch unsere Führung zur ehemaligen Stalinallee: Lassen Sie sich in diesem einzigartigen Wettbewerb ideologischer Positionen bspw. durch die „16 Grundsätze des Städtebaus“ nach sowjetischem Einfluss durch Friedrichshain führen, wie Sie auch in Tiergarten den antiurbanen Vorzügen der aufgelockerten, grünen, luftigen Stadt begegnen können. Die Mieter kamen und blieben, die Architekten schwärmen und das Kapital ist gefolgt. Der Stellenwert dieses Projektes erschließt sich erst vollständig im Hinblick auf die Parallelität zu dem repräsentativen Baugeschehen entlang der alten Großen Frankfurter Straße, 1949-61 Stalinallee, seitdem Karl-Marx-Allee, das in der Verantwortung des Magistrats von Groß-Berlin lag. Dort geriet der Wunsch, „Paläste für Arbeiter“ zum Schlachtruf, hygienisches, komfortables und soziales Wohnen für Alle in höchster handwerklicher Qualität ausgeführt. Der zweite Bauabschnitt korrigierte diese dem nationalen Wiederaufbaugeist gewidmete Ästhetik zugunsten einer strikten modernen, sich international verstehenden Industriebauweise. Die beteiligten Architekturkollektive erhielten nie den Heldenstatus wie ihre westlichen Kollegen, dennoch gehören die sehenswerten Arbeiten von Richard Paulick, Josef Kaiser oder Hermann Henselmann zum Erbe deutscher Architekturgeschichte. Die „zwei Seiten einer Medaille“ treten jetzt ein in die zweite Antragsphase zur Aufnahme in die Welterbeliste.

in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

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Sehr interessante Führung für Fans moderner Architektur
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Die Führung war sehr interessant für mich. Die Führerin hat uns kompetent und souverän durch das Viertel geführt. Die Benutzung von Headsets finde ich auch ohne Corona sehr angenehm - besonders bei Führungen im Freien.
Ich hätte mir nur den ersten Teil etwas straffer gewünscht, damit die geplanten 2 h auch hätten eingehalten werden können.
Leider kann man keine Wohnung bzw. Wohnhaus von innen sehen, aber dafür kann der Touranbieter nichts.
von Yvonne H. am 28.10.2020
Ich war sehr zufrieden
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Alles in Ordnung! Vielen Dank!
von Cassia Freire am 28.10.2020
Eine super Tour durch das Hansaviertel
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Uns hat die Tour ausgesprochen gut gefallen. Eine spannende Reise durch die Architektur zu einer Zeit als Berlin gerade neu entstand. Ein Muss für alle Berlin- und Architekturfans. Die Tour wurde super geleitet, lustig und abwechslungsreich. Großes Lob an die Leiterin!
von Jonas Haring am 26.10.2020
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