Wohnkultur der Moderne - Zehlendorf

Lassen sich die exquisitesten Beispiele zur Kernfrage der Zwanziger Jahre „wie wohnen?“, teilweise sogar mit Denkmalwert, in einem nach wie vor ruhigen, wohlhabenden Wohnvorort wie Zehlendorf vermuten? Wir gehen der Frage auf den Grund.

  • Zehlendorf
  • 20er Jahre
  • Bauhaus
Dauer2 Stunden 30 Minuten
TeilnehmerTour findet ab 5 Teilnehmer*Innen statt
SprachenDeutsch

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Lassen sich die exquisitesten Beispiele zur Kernfrage der Zwanziger Jahre „wie wohnen?“, teilweise sogar mit Denkmalwert, in einem nach wie vor ruhigen, wohlhabenden Wohnvorort vermuten? Schlendern wir auf den Wegen jenseits von Lärm, Dreck und Ablenkung durch innerstädtisches Großstadtleben und suchen die Beispiele reicher Zehlendorfer Bürger auf, die schon vor 1918 mit dem Neubau eines klassischen Einfamilienhauses einen neuen Typus individuellen Rückzugsort prägen wollten. Mit Architekten wie Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe probierten sie gemeinsam schrittweise neue Wohnformen aus. Vereinfachung und Sparsamkeit wurden das Leitmotiv im Baugeschehen, horizontale Gebäudekörper, fehlendes Ornament, Garagen und Einbauschränke nach und nach neue Standards. Licht, Luft und Sonne auf individuellen Grundstücken immer eine Selbstverständlichkeit - sie blieben für den Massenwohnbau ein beharrlich einzulösendes Ziel. Das gemeinsame Engagement von Bauunternehmer, Architekt und städtischer Verwaltung ermöglichte in U-Bahnnähe ein erstes wegweisendes Siedlungsprojekt der Moderne, die Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte mit Hugo Häring, Bruno Taut und Otto Rudolf Salvisberg. Dieser soziale und künstlerische Ansatz war so radikal, dass es im Verständnis nationalgesinnter Ideologie umgehend einer ästhetischen Korrektur mit eigenen Siedlungsvorhaben bedurfte. Herausragendes Symbol: Steildach statt Flachdach.

Bitte beachten Sie, dass diese Tour sehr laufintensiv ist.

in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung

ab
21,00 €
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