Berlin boomte im ausgehenden 19. Jahrhundert. In kurzer Zeit war die Stadt zur Millionenstadt geworden. Neue Viertel, Straßen und Plätze entstanden. Die U-Bahn revolutionierte die Fortbewegung. Bei der Tour durch Prenzlauer Berg steht diese tiefgreifende Veränderung um 1900 im Mittelpunkt.
- Geschichte lebendig erzählt – von promoviertem Historiker
- Deutschlands größtes Altbaugebiet aus der Zeit der Jahrhundertwende entdecken
- Einen Blick auf den Alltag um die Jahrhundertwende in der großen Stadt werfen
- Das Miteinander im Mietshaus
| Dauer | 2 Stunden |
|---|---|
| Sprachen | Deutsch |
| Wichtige Informationen | Startpunkt: Am Helmholtzplatz, Raumerstraße 10, 10437 Berlin |
Weitere Informationen
Berlins Wachstum ist legendär. Zählte die Stadt im Jahr 1800 rund 172.000 Einwohnerinnen und Einwohner, so waren es um 1900 schon 1.800.000. In hundert Jahren hatte sich die Bevölkerung mehr als verzehnfacht. Berlin befand sich in einer explosionsartigen Transformation. In kurzer Zeit entstanden neue Stadtviertel, Verkehrsinfrastruktur und Versorgungseinrichtungen wie Märkte und Markthallen. Die Stadt dehnte sich kilometerweit ins Umland aus.
Wo sich bislang Äcker und Wiesen befanden, wurden Grundstücke erschlossen, entstanden Straßen und Gebäude, rauschten Straßenbahnen, Omnibusse und später auch die U-Bahn durch. Das wurde schon um 1900 positiv und negativ wahrgenommen. Einmal war von pulsierendem Leben die Rede, einmal von der Anonymität der Großstadt, dem Wohnungselend und Lärm.
Die Tour führt durch Teile von Prenzlauer Berg. Sie gibt einen Einblick in die Entstehung dieses Viertels. Zudem kommt zur Sprache, wie die neue Umgebung die zugezogenen Bewohnerinnen und Bewohner veränderte. Wie wurden aus ihnen Großstädterin und Großstädter, von denen schon um 1900 gesagt wurde, sie hätten nie Zeit, seien immer zu schnell unterwegs und begegneten ihrer Umgebung kühl, kurz und knapp?